Die #BeActive Awards

Die Europäische Kommission vergibt jedes Jahr im Oktober drei Awards in den Kategorien "Education", "Workplace" und "Local Hero". 2018 konnten wir bereits den Local Hero Award mit nach Deutschland nehmen, 2019 stand der TV Gengenbach im Finale um den "#BeActive Education Award". Auch 2020 haben wir wieder drei Bewerbungen einreichen können - wir drücken Korash Kabir, David Lebuser von Sit'n'Skate und der TU Kaiserslautern die Daumen!


Dies sind die deutschen #BeActive Award-Bewerbungen 2020

Korash Kabir

Korash Kabir ist 22 Jahre alt und Calisthenics-Athlet aus Frankfurt. Seine fünf deutschen Meistertitel zeigen, dass er zu den Besten gehört. 2018 gab er im Rahmen der Europäischen Woche des Sports einen kostenlosen Calisthenics-Workshop. Im vergangenen Jahr organisierte Korash in Frankfurt den er „Frankfurt City Cup“, damit möchte er auf die noch junge Sportart aufmerksam machen. Außerdem engagiert er sich bei der Initiative #cleanffm. Bei der Europäischen Woche des Sports, in diesem Jahr, möchte er einen kostenlosen Workshop anbieten, um die Sportart weiter zu bewerben.

Mit diesen Workshop möchte Korash zeigen, dass jeder Calisthenics betreiben kann und die Sportart überall durchführbar ist.


Korash Kabir

Sit ´n´ Skate

David Lebuser hatte vor 12 Jahren einen schweren Unfall und sitzt seitdem im Rollstuhl, nach dem Unfall sucht er nach einer Möglichkeit, um weiterhin Spaß zu haben. Während der Suche stößt er auf WCMX (Wheelchair BMX) und nimmt an Wettkämpfen teil. Auf die Idee für Sit´n´Skate kommt David nachdem er überaschenderweise eine Gute Platzierung bei einem Wettkampf in den USA erreicht. Neben dem Wettkampf gibt es zwei Trainingstage, an denen er mehr lernt als in den letzten Jahren. Aus diesem Grund gründet er Sit´n´Skate, um WCMX Training auch in Deutschland und Europa anbieten zu können.

Es gibt kaum Sportangebote für Rollstuhlfahrer*innen, durch die WCMX-Workshops bietet er eine Möglichkeit, die Jeder nutzen kann, da es überall Skateparks gibt. Der Aufwand ist nicht groß und die Kosten gering.

Mit den Workshops möchte David die Vorurteile gegenüber Rollstuhlfahrer*innen und Menschen mit Behinderung entkräftigen und ihnen die Chance geben auf spielerische Weise ihre Fähigkeiten mit dem Rollstuhl zu zeigen. Durch das gewonne Selbstvertrauen entdecken sie oft auch noch weitere Sportarten für sich und leben insgesamt aktiver.


Sit´n´Skate Workshop

Game of TUK - Hochschulsport der TU Kaiserslautern

Mehr als die Hälfte der Studierenden bewegen sich nicht ausreichen. Der Hochschulsport der Technischen Universität Kaiserslautern hat nach einer Möglichkeit gesucht, seinen Studierenden ein Angebot zu bieten, damit die körperliche Betätigung gesteigert wird.

Einmal im Jahr gibt es an der Universität den Wettstreit "Game of TUK. Hierfür werden die Studierenden in vier Häuser aufgeteilt, welche dann um die Vorherrschaft an der Universität kämpfen. Durch Aufgaben, die eine körperliche Aktivität erfordert, können Punkte für das eigene Haus gesammelt werden. Über eine App können die Studierenden die nächste Aufgabe aufrufen. Neben der körperlichen Aktivität soll der Zusammenhalt unter den Studierenden gefördert werden. Dafür werden am Anfang und am Ende die ersten sowie die letzten Punkte, im Rahmen einer Veranstaltung, gemeinsam vergeben. Ungefähr ein Viertel der Studierenden nimmt an diesem Wettkampf teil und steigert dadurch die körperliche Betätigung. In diesem Jahr wurde ein weiteres Haus in den Wettkampf aufgenommen, neben den Studierenden können nun auch die Mitarbeiter*innen der Verwaltung Forschung am Wettkampf teilnehmen. 


Game of TUK | Bildquelle: TU Kaiserslautern

Der TV Gengenbach hat 2019 als Finalist in der Kategorie "#BeActive Education Award" 2.500 € Preisgeld sowie eine Urkunde und Medaille für ihr Engegement bekommen.

Vertreter des TV Gengenbach #BeActive Awards Gala | Bildquelle: Katrin Jaenicke

Teresa und Lukas Rudershausen, beide Dualstudenten des Vereins, reisten zur Gala nach Budapest und nahmen die Ehrung entgegen. 

Dies waren die deutschen Award-Bewerbungen 2019

Turnverein 1899 Gengenbach e.V.

Der Turnverein Gengenbach beeindruckt mit einem klaren Konzept, Kinder und Jugendliche zu einem aktiven Lebensstil zu motivieren. Dabei beschränkt sich der Verein nicht nur auf sein bestehendes Vereinsprogramm, sondern engagiert sich regelmäßig und zuverlässig jede Woche in vier Schulen und fünf Kindergärten. Das vielfältige Vereinsengagement ist hier einzigartig. Auf die gestiegene Nachfrage reagierte der Verein mit innovativen Sportprogrammen sowie Investitionen in Trainerausbildungen und in neue Gerätschaften. Auch die Vorbereitung der Übungsstunden und die altersgerechte Durchführung verdienen besondere Anerkennung.

Die gute Zusammenarbeit mit den Schulleitungen und Lehrkräften ist vorbildhaft und war wichtige Grundlage für den Erfolg. Alle Beteiligten sind an einer Fortführung der Initiative sehr interessiert. Dieses Modell eignet sich hervorragend als „best-practice“-Beispiel und kann gut auf andere Kommunen übertragen werden.


Airtrack Aktion des TV Gengenbach | Bildquelle: TV Gengenbach

LEIBBRAND SPORTS/Tennisschule Leibbrand Reutlingen

Das Motto "Tennis mit Pfiff!" − "Vielfalt ist unsere Stärke!" umschreibt die vielfältigen Angebote der familiengeführten Tennisschule Leibbrand, die seit 1982 in Reutlingen aktiv ist. Selbst aus dem Leistungssport kommend, gaben Gabriele und Artur Leibbrand (beide Fachsportlehrer TU München) seither ihr Wissen und Können an den leistungssportlich-orientierten Nachwuchs weiter, an alle Interessierte im Kinder- und Jugendbereich, im erwachsenen Aktivenbereich und für Frauen und Männer, die gerne Tennis in ihrer Freizeit spielen. 

Die Tennisschule schafft es über Ferienprogramme Jugendliche für den Sport zu begeistern, die vorher inaktiv waren. Im Rahmen der Bewegungsförderung liegt aber auch ein besonderer Fokus auf Gleichstellung und Inklusion. Leibbrand Sports nutzt dabei auch gezielt Initiativen wie die Europäische Woche des Sports um ihre Programme für jeden zugänglich zu machen und Menschen zu bewegen. 


Tennis mit Pfiff | Bildquelle: Tennisschule Leibbrand

Marco Pompe - ILOH 

ILOH steht für "Ich lebe ohne Hindernisse" und setzt dies durch gemeinsame Aktivitäten für Personen mit und ohne Handicap um. Marco Pompe hat sich mit ILOH zum Ziel gesetzt, Barrieren gegenüber Behinderung durch Begegnung abzubauen. Marco ist selbst von Geburt an Querschnittsgelähmt. Mit der Unterstützung von Familie und Freunden konnte er sein bisheriges Leben mit Handicap positiv gestalten. Der integrative Sport spielt in Marcos Leben eine sehr wichtige Rolle.

Er organisiert gemeinsame Aktionen für Menschen mit und ohne Behinderung wie Fahrradtouren mit Hanbikes und klassischen Fahrradtouren, Wanderungen oder Stand-Up-Paddle Touren. Auch Rollstuhl-Sportarten und der Rollstuhl-Führerschein stehen auf dem Plan. Durch inklusive Schulsportangebote schafft es ILOH, dass bei Kindern erst gar keine Barrieren entstehen und alle gemeinsam aktiv sind. 


Wanderausflug des ILOH Projekts | Bildquelle: Marco Pompe

Der #BeActive Local Hero Award ging 2018 nach Deutschland

2018 ging der #BeActive Local Hero Award nach Deutschland

Die Europäische Kommission zeichnete am 17. Oktober 2018 bei der #BeActive Awards Gala drei inspirierende Projekte mit den #BeActive Awards aus. Wir sind stolz, dass die von uns eingereichte Bewerbung für den Local Hero Award nach Deutschland an Corinna Saric von der Aktion Pink Deutschland ging. Sie engagiert sich seit Jahren für Frauen mit der Diagnose Brustkrebs und sorgt dafür dass diese Frauen sich durch Sport stärken. Besondere Highlights sind das "Race for Survival" sowie die Reihe "Yoga for Survival".


Alle Gewinner der #BeActive Awards Gala | Bildquelle: DTB/Katrin Jaenicke

2017 stand die Uni Wuppertal im Finale um den #BeActive Workplace Award

Die Bergische Universität Wuppertal war 2017 Finalist im Rennen um den #beActive Workplace Award. 

Eingereicht hatte die Bewerbung der Europäische Universiätssportverband "ENAS - European Network of Academic Sports Services". Das betriebliche Gesundheitsmanagement umfasste neben den aktiven Pause "Pausenexpress", ein Set an Sportgeräten sowie eine Wasserflasche und weitere Anregungen für einen gesunden Arbeitsalltag.

Der DTB hatte außerdem Bewerbungen vom adh, dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband, und dem Kinderturnclub Selzen eingereicht.  


Pausenexpress | Bildquelle: Bergische Universität Wuppertal